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sportiv 2/2015

sportiv _ 23 sportiv-Buchvorstellung Weitere Informationen unter www.sportweltverlag.de – Anzeige – Schwimmen leicht gemacht – mit Technik zum Erfolg Für viele Triathleten ist das Schwimmen ja eher notwendiges Übel als erfreulicher Auftakt beim Triathlon, und sie verlieren im Wettkampf viel Zeit im nassen Element. Wenn die Technik zu wünschen übrig lässt, verschenkt man im „Kampf“ gegen den hohen Wasserwiderstand viel Kraft, die es später beim Radfahren und Laufen mühsam aufzuholen gilt. Das Problem ist weit verbreitet – und lässt sich lösen! Zum Beispiel mit den Technikübungen aus dem Buch „Schwimmtraining für Triathleten“. Die physikalischen Prinzipien Zwei wichtige physikalische Prinzipien machen das Schwimmen schneller und effizienter: − die Verringerung des Wasserwiderstands (durch eine bessere Wasserlage) − die Steigerung der Vortriebskraft (Schubkraft) Um den Widerstand zu reduzieren, ist eine stromlinienförmige Wasserlage nötig. Die Wasserlage des Körpers hängt wiederum von vielen Faktoren ab, darunter die Geschwindigkeit. Je langsamer wir uns bewegen, desto mehr sinkt unser Körper ab. Das Ergebnis einer verbesserten Stromlinienförmigkeit bei gleichzeitig gesteigerter Vortriebskraft ist synergistisches Schwimmen. Das heißt, man schwimmt schneller als durch die Verbesserung eines einzigen dieser Faktoren. Den Widerstand minimieren Lange Jahre konzentrierten sich Schwimmtrainer und Athleten zu stark auf die Wasserlage. Sie waren bestrebt, ‚flach’ (ohne Rotation) und mit einer möglichst hohen Frequenz (Zahl an Armzügen pro Minute) zu schwimmen. Irgendwann fiel ihnen auf, dass die schnellsten Schwimmer der Welt rotierten, denn der menschliche Körper ist in der Seitenlage viel stromlinienförmiger. Dennoch: Auch mit einer noch so guten Wasserlage bewegen wir uns ohne Power in den Armen und eine gute Vortriebskraft nicht vom Fleck. Die logische Schlussfolgerung ist daher, beides zu optimieren, um möglichst gut zu schwimmen. Die Vortriebskraft steigern Die folgende Abbildung veranschaulicht das Phänomen: Der linke Schwimmer drückt das Wasser mit dem Arm nach unten. Das hat zwei Nachteile: Erstens erzeugt er dadurch eine Wasserlage mit einem hohen Widerstand, und zweitens wirkt der größte Teil der Kraft nach unten statt nach hinten. Wir müssen aber das Wasser nach hinten drücken, um uns vorwärts zu bewegen. Nehmen wir uns also den Schwimmer auf der rechten Seite zum Vorbild: Er drückt das Wasser nach hinten weg und rollt auf die Seite, um zu atmen. So sorgt er für eine gute Wasserlage und steigert gleichzeitig die Vortriebskräfte. Mit einem kleinen Trick beschleunigen Das Gefühl für eine gute Wasserlage lässt sich übrigens ganz einfach trainieren: mit einem kräftigen Abstoß vom Beckenrand bei jeder Wende. Viele Triathleten berauben sich dieser Möglichkeit, weil sie es für Schummeln halten und glauben, das würde ihnen zwar etwas schnellere Trainingszeiten bringen, im Wettkampf jedoch nichts nützen – einfach, weil es im Freiwasser keinen Beckenrand gibt. Sich kräftig abzustoßen hat jedoch den Vorteil, dass man ein Gefühl für schnelleres Gleiten bekommt und die Stromlinienförmigkeit verbessert, indem man jede Bahn mit einer gewissen Geschwindigkeit und eben einer guten Wasserlage beginnt. Buchtipp Das Buch „Schwimmtraining für Triathleten“ richtet sich vor allem an Triathleten und Coaches, die nach gezielten Übungen suchen, um ihre Technik zu verbessern, anstatt immer mehr Kilometer zu spulen. Es zeigt kompakt und konsequent, wie man effizienter schwimmt – sogar mit eher geringerem Zeitaufwand als bisher. n Schwimmtraining für Triathleten ISBN 978-3-941297-23-4 221 Seiten 16,95 EUR


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