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sportiv _ 11 Impressum 19. Jahrgang 2014 sportiv Herausgeber, Verlag, Vertrieb, Redaktion, Druck: PRINT · DIGITAL · PUBLISHING F. W. Becker GmbH · Grafenstr. 46 59821 Arnsberg Redaktion: Michael Glück (verantw.) Tel. 0 29 31/52 19-21, Fax 0 29 31/52 19-621 E-Mail: schmitz@sportiv-magazin.de Internet: www.sportiv-magazin.de Anzeigen: Eckhard Schmitz (verantw.) Tel. 0 29 31/52 19-21, Fax 0 29 31/52 19-621 Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 14, gültig ab 1. 1. 2014. Redaktions- und Anzeigenschluss ist jeweils in der ersten Woche des Erscheinungsmonats. Satz und Gestaltung: Ein Bereich der F. W. Becker GmbH Tel. 0 29 31/52 19-0, Fax 0 29 31/52 19-33 Titelfoto: SSV Meschede (Volleyball) Bezugsbedingungen: sportiv erscheint sechsmal im Jahr (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember), jeweils zum Monatsende. Einzelverkaufspreis im Zeitschriftenhandel Euro 2,–. Auflage: 10.000 Stück Abo-Bezugspreis für 6 Ausgaben pro Jahr Euro 12,– incl. Zustellung (nur bei Bankeinzug). Bei Rechnungsstellung zuzüglich Euro 4,– Bearbeitungsgebühr. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Veranstaltungstermine und Vereinsinformationen stehen außerhalb der Verantwortung der Redaktion. Alle Rechte beim Verlag F. W. Becker GmbH. Nachdruck oder Vervielfältigung, auch auszugsweise, von Texten und Bildern nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Sitz der F. W. Becker GmbH, 59821 Arnsberg. ISSN 1430-1067 stehen, ob nun ein Abstimmungsergebnis 5:3 oder 8:0 ausfällt. So verstehe ich eben Demokratie. Wichtig ist immer, dass wir, auch wenn wir mal unterschiedlicher Meinungen sind, uns in die Augen sehen können und keiner ein Abstimmungsergebnis als persönliche Niederlage erlebt oder erfährt. Und Unstimmigkeiten sollten keinesfalls über die Presse ausgetragen werden. Da haben wir in der Vergangenheit, finde ich, ein ganz schlechtes Bild abgegeben. sportiv: Nicht nur Sie als Vorsitzender sind neu, fast das gesamte Team wurde zwangsläufig ausgewechselt? Von Amtsmüdigkeit dürfte da keine Rede sein, oder? M. S.: Da muss ich widersprechen. Fast alle Vorstandsmitglieder unseres Kreisvorstandes, außer meiner Person, haben bereits im Kreis gearbeitet. Darüber bin ich wirklich sehr dankbar, kann ich doch auf deren umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Besonders freue ich mich, dass unser neuer Kreiskassierer Ralph Wessel, sich auch bereit erklärt hat mitzumachen. Ralph war bereits ebenfalls Kreiskassierer im Fußballkreis Brilon und kennt sich bestens aus. Dass er mitmacht, verdient meinen höchsten Respekt, ist er doch gleichzeitig Geschäftsführer bei uns im BV 23 und wohnt er jetzt in Beverungen bei Brakel. Wir sind aber über unser Ehrenamt freundschaftlich verbunden und er kennt sich bestens in dem Metier aus. Gerade im Finanzbereich ist (noch) einiges zu tun und aufzuarbeiten und da bin ich echt froh, dass ich Ralph an meiner Seite habe. Gleiches gilt für meine anderen Vorstandskollegen. Sie kennen sich aus und können mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu kommt, dass sie ja nicht umsonst Ausschussvorsitzende sind und da ist natürlich auch jeder in der Pflicht, seine Aufgaben, für die er zuständig ist, zu regeln. Das soll aber auch so sein und wird von mir auch eingefordert. Und bei allem sollten wir bedenken, dass auch Kreisvorstandsmitglieder Ehrenamtliche sind, die sicher auch mal mit Kritik umgehen können, solange sie fair, nicht unter die Gürtellinie geht und möglichst persönlich überbracht wird. Dann hoffe ich, dass so schnell keine Amtsmüdigkeit eintrittt. sportiv: Ende September sind Sie rund acht Wochen im Amt, wie lautet an dieser Stelle Ihr Zwischenfazit? M. S.: Viele Aufgaben, viele Termine, weite Strecken und ein Sauerland, obwohl ich Sauerländer bin, das Ecken hat, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Gut finde ich auch, dass man sieht, dass fast alle Vereine die gleichen Probleme haben. Nirgendwo läuft es so ganz glatt und das gibt Kraft für die Aufgaben im eigenen Verein, denn wenn alle sagen würden, dass bei ihnen alles super ist, dann müsste man das eigene Handeln ja in Frage stellen. Zwangsläufig lernt man viele neue Leute kennen und eigentlich merkt man, wenn man sich mit den Vereinen bzw. darin Tätigen unterhält, dass alle im Grunde nur das Eine wollen: Unserem Hobby, dem Sport, so nachgehen, dass wir alle zufrieden sind. Zudem und das ist, glaube ich, überall anerkannt, leistet der Sport und die darin ehrenamtlich Tätigen unheimlich viel für unsere Gesellschaft. Sei es, dass mit dem Bau einsteigen und Vorschläge unterbreiten, wie man so etwas umsetzen kann. Manch einer möchte das eher heute als morgen. Es gibt aber sicher die verschiedensten Gründe, die sowohl für, als auch gegen solch eine Maßnahme sprechen. Blinder Aktionismus ist aber völlig fehl am Platz. Michael Schütte: „Blinder Aktionismus ist völlig fehl am Platz“ (Privat) sportiv: Gibt es auch Nachteile? M.S.: Nachteil ist ganz klar, dass die Meister der A-Ligen nicht automatisch aufsteigen. Das haben in diesem Jahr erstmals die Vereine Dorlar/Sellinghausen und der TSV Bigge-Olsberg erfahren. Da hilft es dem TSV auch nicht, vor einer großen Zuschauerkulisse gespielt zu haben und vielleicht eine große Einnahme erzielt zu haben, wenn der sportliche Erfolg in der A-Liga nicht belohnt wird. Dass wir als Fußballkreis HSK nur einen Aufsteiger haben, war aber nicht unsere Entscheidung, sondern die ist der Spielklassenstrukturreform geschuldet und ich sehe auch nicht, dass das geändert werden könnte. Ein großer Nachteil und das ist auch immer der größte Vorbehalt in unseren Vereinen, sind die weiten Fahrten. Bei den Besuchen, die ich bis jetzt so unternommen habe, sind schon einige Kilometer auf den Tacho gekommen. Dazu kommt, dass die Vereine befürchten, auf ihre Derbys, die eine höhere Zuschauerresonanz und somit auch höhere Einnahmen bringen, verzichten zu müssen, wenn auf einmal nicht mehr z.B. Bracht/Oedingen gegen Cobbenrode, sondern gegen den VFL Giershagen spielen muss. sportiv: Wie gehen Sie als Vorsitzender an die Aufgaben heran, um am Ende erfolgreich zu sein? Wie wichtig ist Ihnen dabei das Miteinander? M.S.: Ich bin es auch im Beruf gewohnt, im Team zu arbeiten. Ohne ein Miteinander geht es überhaupt nicht. Wir können als Kreis und natürlich auch als Kreisvorstand nur gemeinsam etwas erreichen. Auch wenn wir kontrovers diskutieren, muss es irgendwann gut sein. Wir sollten aber schon diskutieren und da sollte auch jeder ausreichend zu Wort kommen. Wenn dann eine Entscheidung gefallen ist, dann sollten alle dahinter Sport von A-Z: Fußball und dem Engagement neuer Platzanlagen etwas für die Infrastruktur in unseren Gemeinden gemacht wird, oder, dass Kinder und Jugendliche fast an jedem Tag in der Woche auf unseren Plätzen oder in unseren Hallen von den Ehrenämtlern bewegt und betreut werden. Dafür kann man sich eigentlich nicht oft genug bedanken. (FS) n


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