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sportiv 3/2014

sportiv _ 11 Sport von A-Z: Fußball TuS Langenholthausen mit noch mehr Professionalität auf dem Weg nach oben: Michael Erzen wird Spielertrainer und Mario Droste sportlicher Leiter Charly Grote gelingt der große Coup und holt Ex-Regionalligaspieler zum Düsterloh Charly Grote - dieser Mann lebt Fußball. 24 Stunden lang, wenn er schläft, dann träumt er wahrscheinlich davon. In erster Linie von seinem TuS Langenholthausen, den Königsblauen des FC Schalke 04 oder er wird im fernen Brasilien früh um 5 Uhr aus dem Bett geklingelt, weil der Gesprächspartner am anderen Ende nicht wusste, dass Charly natürlich auch die WM-Spiele der Deutschen Nationalmannschaft hautnah miterlebt. Was den TuS Langenholthausen betrifft, so kann der Präsident des Vereins mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft in der abgeschlossenen Saison vollauf zufrieden sein. Der vorzeitige Klassenerhalt als Liga-Neuling, am Ende Platz 11 und sieben Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, davon durften die Verantwortlichen am Düsterloh nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht unbedingt ausgehen. Ausschlaggebend für eine starke Rückrunde des TuS war unter Umständen eine Personalie, die den ein oder anderen überrascht haben dürfte, die aber, durchaus Sinn macht. In der kommenden Saison löst Michael Erzen aus Allendorf, mit Drittliga-Erfahrung bei Preußen Münster und Oberliga-Erfahrung mit Westfalia Herne und der Hammer SpVgg, Mario Droste als Spielertrainer ab. Droste hingegen rückt als rechte Hand des spielenden Trainers auf die Position des sportlichen Leiters. Beim TuS Langenholthausen tut sich was, sportiv: Der TuS Langenholthausen Auf jeden Fall. ich da nicht zufrieden sein sollte, wann dann? sportiv: Hat der TuS Langenholthausen sein Fahrstuhl-Image damit abgelegt? C. G.: Wir arbeiten dran. Wir wollen uns kontinuierlich steigern und der Auf zu neuen Ufern: Michael Erzen wird Spielertrainer und Mario Droste sportlicher Leiter beim TuS Langenholthausen (2: Privat) vorzeitige Klassenerhalt ist der Beweis dafür, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. sportiv: Welche Rolle spielt dabei die Bezirksliga 4, die „Bundesliga des Sauerlandes“. C. G.: Wir haben immer gesagt, dass wir dazu gehören. Hier fühlen wir uns wohl, wir sehen uns als echte Sauerländer, die auch gegen andere Sauerländer Teams spielen müssen, daran gibt es überhaupt keine Zweifel.1991, bei unserem ersten Bezirksliga-Aufstieg haben wir schon so argumentiert, dennoch fanden wir kein Gehör. Inzwischen muss auch im Verband ein Umdenken stattgefunden haben und das freut uns. sportiv: Trotz der Erfolge fi ndet ab der neuen Saison eine neue Ära am Düsterloh statt. Mario Droste rückt als sportlicher Leiter ins 2. Glied und als neuer Spielertrainer kommt Michael Erzen, ein Mann, mit einer tollen, fußballerischen Vergangenheit. Was hat den Ausschlag für diesen Wechsel gegeben? C. G.: Nach neun Jahren hat es gewisse Abnutzungserscheinungen zwischen Trainer und Mannschaft gegeben, das ist ganz normal, und so war es Mario selbst, der das Gespräch suchte. Als Spielertrainer haben wir mit Michael Erzen eine Ideallösung geschaffen, um die uns andere Vereine sicherlich beneiden. Michael und ich kennen uns seit vielen Jahren, ich habe ihn nie aus den Augen verloren und jetzt bot es sich halt an ihn anzusprechen. sportiv: Der TuS Sundern und der SuS Langscheid/ Enkhausen wollten Michael Erzen in der Vergangenheit auch schon haben, die Verpfl ichtung scheiterte jeweils. Womit konnte Charly Grote den neuen Mann überzeugen? C. G.: Ich will den beiden Vereinen nicht zu nahe treten, aber das Gesamtpaket muss halt stimmen und das stimmt bei uns. Wir haben sicherlich zum richtigen Zeitpunkt angefragt, die sportliche Perspektive stimmt und er als Allendorfer kennt den TuS Langenholthausen und die Vereinsstrukturen. Als sich dann noch seine Lebensgefährtin von unserem Kuchen begeistert zeigte, war die Verpflichtung nur noch Formsache. sportiv: Alles, oder fast alles, was der TuS bisher sportlich auf die Beine gestellt hat, hat er Mario Droste zu verdanken. So eine verdiente Persönlichkeit lässt man nicht so ohne weiteres ziehen, oder? C. G.: Genau so ist es. Mario wird hier weiter mit Michel Erzen die sportliche Richtung vorgeben, nur nicht mehr als Trainer, sondern als sportlicher Leiter. Als Mario hier anfing, spielten wir in der Kreisliga, mehr B- als A-Liga. Er ist vorangegangen und hat mehrfach den Beweis erbracht, dass der TuS mehr kann, als nur Kreisliga und dafür sage ich danke. Mario und ich, wir schätzen uns und wissen beide, was wir voneinander haben. Der Junge ist eine Institution beim TuS Langenholthausen und wird es auch immer bleiben. sportiv: Die sportliche Doppelspitze Erzen/Droste ist sicherlich auch ein weiterer Schritt zu noch mehr Professionalität im Verein. Ist die Landesliga mittelfristig ein erstrebenswertes Ziel? C. G.: Warum nicht? Als wir 1991 zum ersten Mal in die Bezirksliga aufstiegen, machten wir einen Krankenbesuch bei einem treuen Fan, der einen Schlaganfall erlitten hatte und sprachen schon damals, am Krankenbett, über die Landesliga. Oder ich denke an meinen Opa, der zu Lebzeiten immer sagte, was Langenholthausen fehlt, ist eine gute Fußball-Mannschaft und ein großes Stadion, das immer voll ist. Wir arbeiten dran und sehen uns auf einem guten Weg. Es soll keiner mehr denken, der TuS Langenholthausen ist nur Kanonenfutter. Die Zeiten sind vorbei. (FS) n es wird aufgerüstet und mittendrin der mächtige Mann des Vereins Charly Grote. schaut auf eine erfolgreiche Saison. Der Vereinsboss dürfte zufrieden sein? Charly Grote: Nicht nur, dass uns die 1. Mannschaft vor allem in der Rückrunde viel Freude bereitet hat, auch die 2. Mannschaft ist aufgestiegen und die Jugendarbeit trägt auch erste Früchte. Wenn Charly Grote: Ich habe zum richtigen Zeitpunkt angerufen und die richtigen Worte gefunden


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