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sportiv 3/2014

sportiv _ 9 Sport von A-Z: Fußball Roberto Busacca sagt nach 12 Jahren Rot-Weiß Erlinghausen „Bye, Bye ...“ Nach 12 Jahren ist Schluss. Roberto Busacca sagt an der Schulstraße in Erlinghausen „Bye, Bye“ und spielt zukünftig für seinen Heimatort Mastbruch. Als spielender Co-Trainer bei der DJK kann er demnächst mit dem Fahrrad zum Training fahren und hat mehr Zeit für seinen kleinen Sohn, der sich anschickt in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Mit Roberto Busacca verliert Rot-Weiß Erlinghausen einen echten Führungsspieler und das Sauerland ist um eine fußballerische Attraktion ärmer. 36 Jahre alt ist Roberto Busacca inzwischen, als 24-jähriger kam er zu den Rot-Weißen, zusammen, im Paket mit seinem älteren Bruder Giuseppe. Roberto Busacca erinnert sich, als wäre es gestern. „Mit meinem Bruder „Pippo“ ging es erst zum VfB Marsberg, schon damals war Aki Watzke auf uns aufmerksam geworden. Doch bevor ich in Erlinghausen zusagte, ging ich zum Hövelhofer SV, spielte dort in der Oberliga, die sportliche Herausforderung reizte mich. Als es in Hövelhof sportlich und finanziell bergab ging, war die Zeit gekommen, um nach Erlinghausen zu wechseln. Diesen Schritt habe ich bis zum heutigen Tag nicht bereut.“ Bei den Rot-Weißen spielte Roberto Busacca an der Seite seines Bruders „Pippo“ und machte sich einen Namen, als technisch versierter und torgefährlicher Mittelfeldspieler. So an die 200 Mal dürfte er für Rot-Weiß Erlinghausen in der Bezirks-, Landes- und Verbandsliga (heutige Westfalenliga) eingenetzt haben. Ein wohl einmaliger Rekord. An einen Treffer erinnert sich Roberto Busacca noch ganz genau: „Wir spielten in Brilon, ich sah, dass der gegnerische Torwart weit vor seinem Kasten stand und ich zog einfach mal von der Mittellinie ab. Ich hörte noch, wie unser Präsident schrie, ‚ist der bescheuert’, anschließend freute er sich mit uns, denn der Ball war drin.“ Roberto Busacca kann von sich behaupten, ein Instinktfußballer zu sein, einer der ein Spiel lesen kann und den der liebe Gott mit einer überdurchschnittlichen Technik ausgestattet hat. Was so ein bisschen fehlte, war die Antrittsschnelligkeit und auch der letzte Wille, sich zu Quälen, oder nicht? „Für’s Laufen hatte ich meinen Bruder. Ich bin mehr der Techniker, er war mehr der Kämpfer.“ Und zusammen waren sie fast unbezwingbar. Jetzt sagt Roberto Busacca „tschüss“ und Roberto Busacca (Bildmitte): Für’s Laufen hatte ich meinen Bruder und mit Aki Watzke habe ich nie Probleme gehabt (Privat) ist der letzte der alten Dinos bei RWE, abgesehen von Daniel Berlinski, der ja auch noch ein paar Jährchen jünger ist. Was bleibt sind jede Menge schöne Erinnerungen, zwei Meisterschaften, ein DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Verl, erfolgreiche Spiele und tolle Tore. Auch beim Champions Masters in der Mescheder Dünnefeld-Sporthalle waren Roberto Busacca und RWE immer gern gesehene Gäste, die nicht nur äußerst erfolgreich waren, sondern auch wussten, wie Erfolge gefeiert werden. 12 Jahre RWE stehen für Kontinuität, bei Roberto Busacca und auch was die Trainer betrifft. Ganze drei waren es, die er erleben durfte, mit zweien davon spielte er auch zusammen, nämlich mit Vaidas Petrauskas und seinem Bruder „Pippo“. Roberto Busacca war so etwas wie der verlängerte Arm des Trainers auf dem Spielfeld. Und auch außerhalb des Platzes war er als Führungsspieler stets akzeptiert, seine Meinung war gefragt, auch bei RWE-Boss Hans-Joachim Watzke. „Mit ihm hatte ich in all den Jahren nie Probleme. Ich ziehe den Hut vor dem, was er geleistet hat, sowohl beim BVB als auch bei RWE. Bis zuletzt hat er an unserer Seite gestanden. Wer fährt schon sonntags nach Werdohl um uns zu sehen, wenn er samstags gerade in Berlin das DFB-Pokalfinale verloren hat. Aki hat das gemacht. Er hat bis heute nicht vergessen, wo er herkommt.“ Wäre an dieser Stelle wohl nur noch eines zu klären. Ist Roberto Busacca im Verlauf seiner Karriere auch mal des Feldes verwiesen worden? „Zwei Mal dürfte das der Fall gewesen sein. In den letzten Jahren aber nicht mehr, ich bin ruhiger geworden. Das Wichtigste ist ohnehin, dass man auch nach dem Spiel seinem Gegenspieler die Hand gibt und zusammen ein Bier trinkt.“ (FS) n »…mit Sicherheit anziehend!« • Feuerwehrschutzbekleidung • Wetter- und Warnschutzbekleidung • Forstschutzbekleidung • Arbeitsschuhe und -stiefel • Uniformen/Dienstbekleidung Gewerbegebiet Erlenbach · Zum Eisenhammer 25 · 34431 Marsberg


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